Welche Schule für mein Kind?

Am Ende der Grundschulzeit stehen Sie nun vor der Entscheidung, wo Ihr Kind die nächsten Schuljahre verbringen soll. Eine Entscheidung, die vielen Eltern in der heutigen Zeit nicht leicht fällt. Jeder möchte für sein Kind das Beste, aber was ist das Beste und wie ist der Weg dahin?

Folgende Fragestellungen zum Lern- und Arbeitsverhalten Ihres Kindes sollten Sie als Eltern bedenken, wenn Sie über die richtige weiterführende Schule für Ihr Kind nachdenken:

  • Lernt das Kind mit Freude und ist neugierig auf Neues?
  • Setzt das Kind sich freiwillig an seine Aufgaben und macht auch mal etwas Zusätzliches?
  • Muss das Kind für die guten Noten viel zu Hause üben oder braucht dafür Nachhilfe?
  • Wie bearbeitet ihr Kind Aufgaben, die ihm/ihr nicht so viel Spaß machen?
  • Arbeitet das Kind eher reproduzierend oder kann es eigene Ideen einbringen und Strategien auf Neues übertragen?
  • Ist das Kind belastbar und psychisch stabil?
  • Mag sich das Kind vor einer Gruppe äußern und traut sich Präsentationen?
  • Hat das Kind eine gute Merkfähigkeit?
  • Wie lange kann das Kind konzentriert an einer Aufgabe arbeiten?
  • Kann das Kind sich mündlich und schriftlich gut und treffend ausdrücken?
  • Kann das Kind aus Sachverhalten das Wesentliche erkennen?
  • Arbeitet das Kind zügig und ausdauernd?
  • Ist das Kind vielseitig interessiert oder hat es besondere Interessen?
  • Kann das Kind sich auch komplexere Sachverhalte merken und durchdringen?
  • Ist das Kind anstrengungsbereit?
  • Hat das Kind Lernstrategien gelernt?
  • Arbeitet das Kind im Unterricht aktiv mit?
  • Macht das Kind zuverlässig und selbstständig seine Hausaufgaben?
  • Kann das Kind selbstständig arbeiten?
  • Wie reagiert das Kind in neuen Situationen?
  • Wie kommt das Kind mit schlechten Noten und Misserfolgen zurecht?
  • Wie reagiert das Kind auf hohe Belastung?
  • Wie viel Zeit braucht das Kind für die Hausaufgaben?
  • Liest das Kind gerne?
  • Kann ihr Kind flüssig, zusammenhängend und sinnbetont lesen und Informationen aus Texten entnehmen?
  • Braucht das Kind noch viel Zeit zum Spielen oder hat es zeitintensive Hobbys, die für das Kind sehr wichtig sind?
  • Ist das Kind sicher im Kopfrechnen und in den Grundrechenarten?
  • Mag es Knobel- und Denksportaufgaben?

Sollten Sie viele Fragen hier nicht eindeutig positiv beantworten können, sollten Sie darüber nachdenken, ob die Gemeinschaftsschule nicht der bessere Weg für Ihr Kind ist. Sie hält alle Wege bis zum Abitur offen, bietet aber etwas differenzierten Unterricht an. All diese Fragen werden wir gerne in unserem individuellen Beratungsgespräch mit Ihnen erörtern, bevor Sie Ihr Kind an einer weiterführenden Schule anmelden.

Wir sind der Meinung, dass die Entscheidung über die Schulart nicht von den Kindern gefällt werden darf. Sie muss bei Ihnen als Eltern liegen, die die Herausforderungen der neuen Schule besser einschätzen können. Für die Kinder ist oft das wichtigste Argument, wo die Freunde hingehen. Dies kann für die Entscheidung aber nur dann wichtig sein, wenn die Schulart durch die Eltern festgelegt worden ist.

Entscheidend sollte sein,

  • dass die Kinder an der nächsten Schule erfolgreich lernen können.
  • dass sie ihre Freude beim Lernen erhalten können.
  • dass sie weiterhin Zeit zum Spielen, für Ihre Hobbys und für Freunde haben.
  • dass sie gerne zur Schule gehen.

Dann haben die Kinder auch genügend Motivation zum Lernen und können Selbstvertrauen aufbauen, dass ihnen zu einem guten Schulabschluss verhilft.
Danach stehen alle weiteren Wege offen!

Welche weiterführenden Schulen gibt es?

Wie unterscheiden sie sich?

Wie melde ich mein Kind an?

 

Unsere Schularten

Gemeinschaftsschule
  • Sekundarstufe I : Klasse 5 bis 10
  • Anschließender ist der Wechsel in die Gymnasiale Oberstufe (seit Sommer 2014 im Schulzentrum, in beiden Gymnasien und der Beruflichen Schule angeboten) bei entsprechendem Notendurchschnitt nahtlos möglich
  • Bis zum Abitur braucht man 9 Jahre!
  • Gemeinsamer Unterricht für alle Schüler/Innen, unterschiedliche Leistungs- und Lernanforderungen werden durch Binnendifferenzierung berücksichtigt.
  • Über- und Unterforderung soll vermieden werden.
  • Ab Klassenstufe 7 können in einzelnen Fächern auch leistungsdifferenzierte Lerngruppen gebildet werden (je nach päd. Konzept der Schule).
  • Am Ende der Klasse 9 kann man den ersten allgemeinbildenden Schulabschluss machen, nach Klasse 10 den mittleren Schulabschluss.
  • In beiden Gemeinschaftsschulen werden ab Klasse 5 Noten erteilt.
  • Jede Gemeinschaftsschule muss eine Ganztagsschule (offen oder gebunden) sein.
Gymnasium
  • Beide Segeberger Gymnasien haben wieder G9.
  • In der Orientierungsstufe sollen in der 5. und 6. Klasse etwa 30Wochenstunden unterrichtet werden.
  • Die 2. Fremdsprache kommt in Klasse 7. Eine 3. Fremdsprache wird ab Klasse 9 angeboten.
  • Das Fördersystem aus G8 Zeiten wird vermutlich nur noch stark reduziert angeboten werden können.
  • An vielen Gymnasien gibt es ein Mittagsangebot und eine Hausaufgabenbe-treuung, da es, wenngleich reduzierte, Nachmittagsangebote gibt.
  • An den Gymnasien wird nach einer Kontingentstundentafel unterrichtet.
  • Die Oberstufe wird als Profiloberstufe angeboten.
Wiederholen/Schulwechsel
  • Ein Überspringen oder Wiederholen einer Klasse ist nur in Ausnahmefällen möglich.
  • Ein Schulartwechsel ist nur zum Schuljahresende möglich.
  • Für das Aufsteigen in das Gymnasium ist die Zustimmung der Eltern nötig.
  • Über den Wechsel vom Gymnasium in die Gemeinschaftsschule entscheidet das Gymnasium.
Das Übergangsverfahren
  • Eltern haben das Recht zur freien Schulwahl.
  • Die Schulen haben aber nur bestimmte Aufnahmekapazitäten. Für die Aufnahme gelten die festgelegten Aufnahmekriterien der Schule. Noten sind kein Aufnahmekriterium.
  • Jedes Kind braucht einen Anmelde-schein, um Mehrfachmeldungen zu verhindern. Er muss bei der Anmeldung vorgelegt werden. Man kann Alternativschulen eintragen, die dann automatisch die Anmeldeunterlagen erhalten, wenn man an der Wunschschule keinen Platz bekommt. Nach Abschluss des Aufnahmeverfahrens erhält man eine Zu- oder Absage. Gegen eine Absage kann Widerspruch eingelegt werden.
  • Mit dem Zeugnis 1. Halbjahr 4. Klasse erhalten die Kinder einen Anmeldeschein und eine Schulübergangsempfehlung.
  • Die Klassenlehrerinnen der Grundschule laden die Eltern gemeinsam mit ihrem Kind zu einem Beratungsgespräch ein. Dies ist verpflichtend.
  • Die weiterführenden Schulen bieten Informationsveranstaltungen an, an denen sich die Schulen den Eltern und Kindern präsentieren.
  • Die beiden Segeberger Gymnasien haben auch einen Schnuppervormittag für die Kinder.
  • Verpflichtend ist eine Beratung durch das Gymnasium, wenn die Empfehlung der Grundschule vom Anmeldewunsch der Eltern abweicht. Sie müssen bis zum 22. Februar 2019 stattgefunden haben. Termin erfragen Sie bitte bei den einzelnen Schulen.
Anmeldezeitraum ist vom 25. 02 bis 06.03. 2019.

Mitzubringen sind:

  • Halbjahreszeugnis
  • Anmeldeschein mit Schulübergangsempfehlung
  • Lernplan falls vorhanden