Welche weiterführende Schule ist die Beste für mein Kind

Welche weiterführenden Schulen gibt es?

Gemeinschaftsschule
  • Sekundarstufe I : Klasse 5 bis 10
  • Anschließender ist der Wechsel in die Gymnasiale Oberstufe (seit Sommer 2014 im Schulzentrum, in beiden Gymnasien und der Beruflichen Schule angeboten) bei entsprechendem Notendurchschnitt nahtlos möglich)
  • Bis zum Abitur braucht man hier 9 Jahre!
  • Gemeinsamer Unterricht für alle Schüler/Innen, unterschiedliche Leistungs- und Lernanforderungen werden durch Binnendifferenzierung berücksichtigt.
  • Über- und Unterforderung soll vermieden werden.
  • Ab Klassenstufe 7 können in einzelnen Fächern auch leistungsdifferenzierte Lerngruppen gebildet werden (je nach päd. Konzept der Schule).
  • Am Ende der Klasse 9 kann man den ersten allgemeinbildenden Schulabschluss machen, nach Klasse 10 den mittleren Schulabschluss.
  • Für die Versetzung in die gymnasiale Oberstufe braucht man einen Notenschnitt von 2,4 in Deutsch, Mathe und Englisch, der Rest mind. 3,0.
  • In der Orientierungsstufe und Klasse 7 kann man Leistungen durch Noten bewerten (Seminarweg) oder verbale Beurteilungen schreiben(Schulzentrum). Ab Klasse 8 müssen Noten gegeben werden.
  • Jede Gemeinschaftsschule muss eine Ganztagsschule (offen oder gebunden) sein.
Gymnasium
  • Beide Segeberger Gymnasien haben zurzeit G8, was wohl auch so bleibt.
  • In der Orientierungsstufe sollen in der 5. Klasse 31 Wochenstunden, in der 6. Klasse 32 Wochenstunden unterrichtet werden.
  • Die 2. Fremdsprache kommt in Klasse 6. Eine 3. Fremdsprache wird ab Klasse 8 angeboten.
  • An vielen Gymnasien gibt es ein Mittagsangebot und eine Hausaufgabenbetreuung, da es Nachmittagsunterricht gibt.
  • An den Gymnasien wird nach einer Kontingentstundentafel unterrichtet.
  • Die Oberstufe wird als Profiloberstufe angeboten.
  • Ein Überspringen oder Wiederholen einer Klasse ist nur in Ausnahmefällen möglich.
  • Ein Schulartwechsel ist nur zum Schuljahresende möglich.
  • Für das Aufsteigen in das Gymnasium ist die Zustimmung der Eltern nötig.
  • Über den Wechsel vom Gymnasium in die Gemeinschaftsschule entscheidet das Gymnasium.
Das Übergangsverfahren
  • Eltern haben das Recht zur freien Schulwahl.
  • Die Schulen haben aber nur bestimmte Aufnahmekapazitäten. Für die Aufnahme gelten die festgelegten Aufnahmekriterien der Schule. Noten sind kein Aufnahmekriterium.
  • Jedes Kind braucht einen Anmelde-schein, um Mehrfachmeldungen zu verhindern. Er muss bei der Anmeldung vorgelegt werden. Man kann Alternativschulen eintragen, die dann automatisch die Anmeldeunterlagen erhalten, wenn man an der Wunschschule keinen Platz bekommt.
  • Nach Abschluss des Aufnahmeverfahrens erhält man eine Zu- oder Absage. Gegen eine Absage kann Widerspruch eingelegt werden.
  • Die Klassenlehrerinnen der Grundschule laden die Eltern gemeinsam mit ihrem Kind zu einem Beratungsgespräch ein.
  • Die weiterführenden Schulen bieten Informationsveranstaltungen an, an denen sich die Schulen den Eltern und Kindern präsentieren.
  • Die beiden Segeberger Gymnasien haben auch einen Schnuppervormittag für die Kinder.
  • Auch die weiterführenden Schulen bieten Beratungsgespräche zur Schulartentscheidung an. Sie müssen bis zum 20. Februar 2015 stattgefunden haben. Termin erfragen Sie bitte bei den einzelnen Schulen.
  • Anmeldezeitraum ist vom 23. 02 bis 04.03. 2015.

Mitzubringen sind: Halbjahreszeugnis,
Entwicklungsbericht
Anmeldeschein
Lernplan falls vorhanden

Welche Schule für mein Kind?

Am Ende der Grundschulzeit stehen Sie nun vor der Entscheidung, wo Ihr Kind die nächsten Schuljahre verbringen soll.
Eine Entscheidung, die vielen Eltern in der heutigen Zeit nicht leicht fällt. Jeder möchte für sein Kind das Beste, aber was ist das Beste und wie ist der Weg dahin?
Wir möchten versuchen, Ihnen Entscheidungshilfen zu geben.
Folgende Fragestellungen zum Lern- und Arbeitsverhalten Ihres Kindes sollten Sie als Eltern bedenken, wenn Sie über die richtige weiterführende Schule für Ihr Kind nachdenken:

  • Lernt das Kind mit Freude ?
  • Setzt das Kind sich freiwillig an seine Aufgaben und macht auch mal etwas Zusätzliches?
  • Muss das Kind für die guten Noten viel zu Hause üben?
  • Arbeitet das Kind eher reproduzierend oder kann es eigene Ideen einbringen und Strategien auf Neues übertragen?
  • Ist das Kind belastbar und psychisch stabil?
  • Mag sich das Kind vor einer Gruppe äußern?
  • Hat das Kind eine gute Merkfähigkeit?
  • Wie lange kann das Kind konzentriert an einer Aufgabe arbeiten?
  • Kann das Kind sich mündlich und schriftlich gut und treffend ausdrücken?
  • Kann das Kind aus Sachverhalten das Wesentliche erkennen?
  • Ist das Kind vielseitig interessiert oder hat es besondere Interessen?
  • Kann das Kind sich auch komplexere Sachverhalte merken und durchdringen?
  • Ist das Kind anstrengungsbereit?
  • Hat das Kind ein gutes Arbeitstempo?
  • Arbeitet das Kind im Unterricht aktiv mit?
  • Macht das Kind zuverlässig und selbstständig seine Hausaufgaben?
  • Kann das Kind selbstständig arbeiten?
  • Wie reagiert das Kind in neuen Situationen?
  • Wie kommt das Kind mit schlechten Noten zurecht?
  • Wie reagiert das Kind auf hohe Belastung?
  • Wie viel Zeit braucht das Kind für die Hausaufgaben?
  • Liest das Kind gut und gerne?
  • Braucht das Kind noch viel Zeit zum Spielen oder hat es zeitintensive Hobbys, die für das Kind sehr wichtig sind?

Sollten Sie viele Fragen hier nicht eindeutig positiv  beantworten können, sollte man darüber nachdenken, ob die Gemeinschaftsschule, die alle Wege bis zum Abitur, aber in einer etwas langsameren Gangart anbietet, nicht der bessere Weg für Ihr Kind ist.